Pferdezuchtverein Ederbergland-Werra e.V

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T-Shirt-Bestellung mit Aufdruck "Pferdezuchtverein Ederbergland-Werra e.V."  -  siehe >>> PDF-Datei

 


Weitere Informationen zum Schenkelbrand unter der Rubrik "Kennzeichnung" - siehe >>> www.hannoveraner.com

Michael Grosse-Brömer (MdB) ist "FÜR DIE BEIBEHALTUNG VON BRANDZEICHEN BEI PFERDEN"

"Schon die Sumerer wendeten 1700 v.Chr. die Technik des Schenkelbrands an, um gestohlene Pferde identifizieren zu können. Das historisch gewachsene Kulturgut des Schenkelbrands, soll nun durch elektronische Chips mittels Transponder ersetzt werden. Der Bundesrat hat nämlich am 15. Oktober 2010 beschlossen, den Schenkelbrand zu verbieten. Hiergegen wendet sich Michael Grosse-Brömer mit der Landesgruppe Niedersachsen. Für die Beibehaltung spricht viel: In Deutschland, dem Land mit den höchsten Anforderungen an den Tierschutz wird der Schenkelbrand zugelassen, wenn er eben nicht unzumutbar ist. Die Pferde lassen sich nach kürzester Zeit an dieser Stelle sogar wieder putzen. Zudem ist der Schenkelbrand unverwechselbar, sehr sicher und leicht rückverfolgbar. Es sind ökonomische Markenzeichen für weltweit führende Zuchtorganisationen wie für Holsteiner, Hannoveraner, Oldenburger, Westfalen und Trakehner, die nun nicht opportunistisch dem Zeitgeist
geopfert werden dürfen. Transponder, die am Hals eingesetzt werden und leicht zu Entzündungen führen können, sind dagegen nicht fälschungssicher und anfällig für Manipulationen. Bei einer geschätzten Quote von zwei Prozent, bedeutet dies angesichts von einer Million in Deutschland lebender Pferde, dass von einer Fehlerzahl von 20.000 ausgegangen werden muss. Mangels internationalen Datenbank können Pferde, die nur gechippt sind, im Ausland nur schwer oder gar nicht identifiziert werden."


Wir sind keine Tierquäler

In dem Beschluss des Bundesrates vom 15.10.2010, den Schenkelbrand bei Fohlen verbieten lassen zu wollen, wird darauf hingewiesen, dass ein Brenneisen über mehrere Sekunden angedrückt wird. Diese Behauptung ist falsch. Ferner wird die Anbringung des Transponders als die mit wesentlich weniger Schmerzen, Leiden und Schäden verbundene Kennzeichnungsmethode beschrieben. Dies deckt sich nicht mit den Beobachtungen in der Praxis.

Die langjährige Praxiserfahrung zeigt, dass dem Fohlen durch den Brand keine „erheblichen Schmerzen, Leiden und Schäden“ zugefügt werden, denn das Setzen des Heißbrandes erfolgt relativ stressfrei und schonend, wie am Verhalten der Fohlen erkennbar ist. Bei dieser bewährten Kennzeichnung wird das Fohlen nicht fixiert. Der Hinterschenkel ist die am stärksten bemuskelte Körperregion beim Fohlen und somit weitgehend unempfindlich. Unmittelbar nach dem Brennvorgang sind die Fohlen ausnahmslos unauffällig. Spätfolgen treten nicht auf. Nach dem ersten Einsatz des Transponders müssen wir feststellen, dass diese Methode wesentlich belastender für die Fohlen ist, als sie von den Tierschützern dargestellt wird. Die Abwehrreaktionen sind teilweise sehr deutlich und die notwendige Fixierung manchmal nur mit Gewalt zu erreichen. Das Verletzungsrisiko ist hoch. Unrichtig ist auch die Behauptung der Transponder diene zur sicheren Kennzeichnung. Diese sind nicht manipulationssicher, sind nur einem kleinen Kreis von Personen national als Hilfsmittel zur Identifizierung des Pferdes zugänglich und für die Gesundheit des Pferdes fragwürdig. Die kleine Narbe an der Stelle der Kennzeichnung ist eine natürliche Reaktion des Gewebes, der Transponder hingegen ist ein Fremdkörper, der ein langfristiges Risiko für die Gesundheit des Pferdes darstellt.

Die Entscheidung des Bundesrates erscheint unserer Meinung nach mit einseitiger Motivation und Argumentation an der Praxis vorbei getroffen worden zu sein. Sie schadet der Deutschen Pferdezucht, deren Argumente und Erfahrungen nicht berücksichtigt wurden.